Hardcover
144 Seiten mit
101 farbigen Fotos und Abbildungen
Grossformat 17cm x 24cm
34,90 CHF (UVP) 29,90 EUR (D/A)
ISBN 978-3-9524906-5-5


ab Oktober

Hans Wehrli, Christel Wehrli-Streiff

Schöne Müllerin und findiger Müller

„Die Müllerei ist älter als die Menschheit“ – diese und viele weitere erstaunliche Erkenntnisse finden sich in diesem Buch, in dem uns das Autorenehepaar, selbst tief mit der Müllerei verwurzelt, auf eine kurzweilige kulturgeschichtliche Zeitreise vom Urmenschen bis zur Gegenwart aus Sicht der Müllerei mitnimmt.

Die Geschichte der Mühlen und der Müllerei beginnt bereits bei den Affen und ihren zum Teil selbst hergestellten Werkzeugen. Diese tierischen Werkzeuge kann man als Vorstufe zu den späteren Mahl- und Reibsteinen der alten Hochkulturen der Ägypter und Assyrer betrachten. Bereits 8000 v. Chr. zerrieben Frauen mittels Reibsteinen Korn zu Mehl, das dann zu Brot gebacken wurde – sie waren gewissermassen die ersten „Müllerinnen“ der Menschheit.

Mit 101 Fotos, Illustrationen und Bildern angereichert, gewährt dieses Buch einen wissenschaftlich fundierten und spannenden Einblick in eine der ältesten und fundamentalsten Errungenschaften der Menschheit – die der Müllerei. Denn ohne die Müllerei, so das Fazit der Autoren, und die daraus resultierende Fähigkeit, Korn zu mahlen, um daraus letztlich Brot in dessen nahezu unendlicher Vielfalt zu backen, wäre die Menschheitsgeschichte und deren Fortschritt gar nicht möglich gewesen.

Autorenvitae:








Hans Wehrli stammt aus einer Müllerfamilie, die seit 1772 in Zürich müllerte. Er hat das Diplom als Naturwissenschaftler und anschliessend eine abgekürzte Müllerlehre in der Mühle Tiefenbrunnen in Zürich gemacht. Dann ging er mit seiner jungen Familie nach Amerika, wo er in Getreidewissenschaft doktorierte. Seither hat er die Wehrli Mühle geführt, sich für die Geschichte der Müllerei interessiert und darüber geforscht. Zudem war Hans Wehrli als Stadtrat von Zürich für alle Zürcher Volksschulen und den Sport verantwortlich. Er war auch Präsident des Schweizerischen Landesmuseums und der Sterbehilfeorganisation Exit (Deutsche Schweiz). Daneben fand er noch Zeit für wissenschaftliche Forschungen, zum Beispiel als Entdecker einer chemischen Diamantsynthese, sowie auch für seine Hobbies. So war Hans Wehrli nicht nur ein passionierter Militaryreiter, sondern auch mehrfacher „lronman“.

Drei Vorgängerinnen von Christel Wehrli-Streiff haben ebenfalls einen Müller Wehrli geheiratet und die Mühle als Witwen geführt, bis ihre Söhne volljährig waren. Christel war nie Müllerin. Sie war Sekundarlehrerin naturwissenschaftlicher Richtung und hat ihren Gatten im Studium der Chemie kennen gelernt. Später hat sie ihn aktiv begleitet von seinem Studium als Getreidechemiker bis zu zahlreichen Funktionen in der Mühle von der Laborantin oder Telefonistin bis in den Verwaltungsrat. Jetzt hat sie gemeinsam mit ihrem Gatten die Geschichte der Müllereikultur von der Steinzeit bis zu unserer Industrie- und Informationsgesellschaft niedergeschrieben. Von Hans Wehrli stammen die historischen und fachlichen Recherchen, von Christel Wehrli-Streiff die Konzeption und die Texte dieses Werks.

Die Autoren leben in Zürich und haben vier Kinder und elf Enkelkinder.